Was ist Streuobst?

Benannt ist der Begriff Streuobst nach der Form des Obstbaus, bei der Hochstämme verschiedener Obstarten und Obstsorten auf Grünland stehen und so den Eindruck erwecken, als ob die Bäume zufällig über die Landschaft "gestreut" seien.

Diese Obstwiesen prägen seit langer Zeit unsere Landschaft um Offenburg. Doch mit dem Aufkommen neuer Produktionsverfahren, der Verteuerung menschlicher Arbeitskraft und unter dem Kostendruck ausländischer Konkurrenz wurden die traditionellen Strukturen unwirtschaftlich. Zudem vernichtete der enorme Siedlungsdruck und der Ausbau der Verkehrswege immer mehr Obstwiesen. Nur Landschaft, die für die Intensivierung ungeeignet schien, blieb erhalten.

Die Existenz der noch vorhanden Obstwiesen ist nicht gesichert, weil Besitzer oftmals nur geringes Interesse an einer Nutzung des Obstes und des Unterwuchses haben.
Mit dem fortschreitenden Verlust der Streuobstwiesen geht nicht nur eine traditionelle landwirtschaftliche Nutzung und ein ästhetisches Landschaftsbild, sondern auch ein einzigartiges Biotop mit über 5000 Tier- und Pflanzenarten verloren.